Projet TaBula par la TUH

Ein autonomes Shuttle und Postbotenroboter: das ist das Projekt TaBuLa

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Lauenburg/Elbe: Eine echte Testumgebung

In der deutschen Kleinstadt Lauenburg/Elbe fährt ein ganz besonderer Bus durch die Stadt: das TaBuLaShuttle.

Das Projekt wird bearbeitet von der Technischen Universität Hamburg (TUH) in Zusammenarbeit mit dem Kreis Herzogtum Lauenburg und wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Als assoziierte Partner wirken unter anderem die Stadt, die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein und Siemens Mobility mit.

Partner TaBuLa

Ziel des Projekts TaBuLa ist die Untersuchung der Nutzung automatisierter Fahrzeuge, die im öffentlichen Nahverkehr vernetzt sind. Es wurde eine Testumgebung eingerichtet (z. B. Kommunikation zwischen dem Shuttle und den Ampel- und Polleranlagen in der Stadt). Fahrgäste fahren bereits seit Oktober 2019 an fünf Tagen pro Woche kostenlos mit.

Die Strecke des Shuttles verbindet die Altstadt, sehr touristisch, mit der Oberstadt.

TaBuLa Shuttle Tour

Die Strecke des Shuttles verbindet die Altstadt, sehr touristisch, mit der Oberstadt. Die Umgebung dieser beiden Viertel bietet viele Herausforderungen: Höhenunterschiede, Kopfsteinpflaster, enge Altstadtgassen, ein Waldabschnitt, hohe Bordsteine… Die Stadt eignet sich also hervorragend für ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Das Projekt, das am 1. Januar 2018 begonnen hat, soll am 31. Dezember 2020 enden.

Wie funktioniert der TaBuLa-Shuttle?

Der TaBuLa Shuttle ist:

  • automatisiert
  • elektrisch
  • vernetzt
  • kostenlos

Verbunden mit

Von der Homepage https://www.TaBuLashuttle.de aus ist es möglich, in Echtzeit zu erfahren, wo das Shuttle sich gerade auf der Fahrstrecke befindet, um so die Zeit für den nächsten Umstieg an einer bestimmten Haltestelle zu erfahren.

Selbstfahrendes Shuttle

Der Fahrzeug fährt automatisiert mit einem Sicherheitsfahrer an Bord.

Das Fahrzeug kommuniziert mit den Ampeln in der Stadt, die ihm mitteilen, wann er anhalten und wann er weiterfahren soll.

Der TaBuLa-Shuttle kommuniziert mit dem Urban Mobilizer

Das TaBuLa Shuttle ist mit Sensoren ausgestattet, die kontinuierlich Informationen über seine Umgebung zurückmelden.

Wenn zum Beispiel plötzlich ein Hindernis vor dem Shuttle auftaucht, stoppt er sofort und startet erst wieder, wenn er nichts mehr erkennt.

Er passt auch seine Geschwindigkeit von maximal 18 km/h im Verhältnis zum vorausfahrenden Fahrzeug an und lässt immer einen Abstand von 3 m zwischen seiner Vorderseite und dem Heck des vorausfahrenden Fahrzeugs.

TaBuLa bietet genügend Zeit, damit jeder Passagier ruhig an Bord steigen kann, und hält automatisch an allen Haltestellen.

Projekt TaBuLa-LOG: Wie automatisiert man den Transport und den Vertrieb von Gütern?

Neben der Personenbeförderung wurde ein weiteres Projekt mit dem Namen TaBuLa-LOG ins Leben gerufen, um die Möglichkeiten des Transports von Gütern über den Pendelverkehr zu untersuchen.

Die Post und verwaltungstechnische Behörden werden mit dem Shuttle-TaBula bedient. Die Post wird durch den Roboter transportiert. Dieser wird für weitere Strecken in das TaBuLa Shuttle “einsteigen” und so zum Ziel fahren.

Die TU Hamburg hat sich für die Ausstattung mit 2 mobilen Robotern des Typs Jackal entschieden, die den Transport von Post und Dokumenten übernehmen. Diese vom kanadischen Hersteller Clearpath Robotics entwickelten Roboter sind für ihre Robustheit und Leistung bekannt. Dank ihrer geringen Größe stören sie die Pendel Passagiere nicht, können aber bis zu 20 kg tragen.

Sie verfügen über eine gute Autonomie (8 Std.) und ihre Höchstgeschwindigkeit von 2,0 m/s erlaubt ihnen eine schnelle Fortbewegung.

Technische Informationen des Jackal Roboters:

  • API: ROS, C++, Python
  • Open-Source
  • Aktive Gemeinschaft
  • Zahlreiche Online-Ressourcen
  • Max. Nutzlast: 20 kg
  • Offroad-Nutzlast: 10 kg
  • Max. Geschwindigkeit: 2.0 m/s
  • Ladezeit: 4 Stunden
  • Autonomie für den Standardeinsatz: 8 h
  • Standardeinsatz: 8 Stunden

Ausgestattet mit einem LiDAR und vier 3D-Kameras werden diese Roboter in der Lage sein, autonom zu navigieren, um die Post zu den richtigen Haltestellen zu transportieren.

In der zweiten Projektphase wird dann ein Husky-Roboter die Post abholen und zwischen den verschiedenen Gebäuden verteilen. Der Husky soll die beiden Jackal nur unterstützen, nicht ersetzen. Er soll dann zum Einsatz kommen, wenn besonders hohe Mengen an Post transportiert warden müssen.

Die Jackals werden derzeit von den Forschern der TUH programmiert, um die geplanten Aufgaben erfüllen zu können. Die Firma Generation Robots importiert und vertreibt die Roboter von Clearpath Robotics in Europa und hat in der TUH einen treuen Kunden.

Im Frühjahr 2021 sollen die realen Umgebungstests beginnen.

Lesen Sie regelmäßig unseren Blog, um mehr über die Fortsetzung dieses einzigartigen und innovativen Projekts in Deutschland zu erfahren.

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