Compétition de robots

Generation Robots – Robotik-Wettbewerbe

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Auf der ganzen Welt finden zahlreiche Robotik-Wettbewerbe statt, bei denen Teams ferngesteuerte oder autonome Roboter dazu bringen, bestimmte Aufgaben zu erfüllen.

Die Ziele, die mit einem solchen Wettbewerb verbunden sind, können sehr unterschiedlich sein: Austausch unter Gleichgesinnten, Förderung der wissenschaftlichen und technischen Ausbildung, Vermarktung einer Robotermarke, Industriewettberbe … In diesem Artikel werden die wichtigsten Wettbewerbe nach diesen Kriterien vorgestellt.

Es handelt sich jedoch nur um eine kleine Auswahl unter den zahlreichen Wettewerben. Einen deutlich umfassenderen Überblick über die weltweit stattfindenden Wettbewerbe gibt die empfehlenswerte Website robots.net unter folgender Adresse: http://robots.net/rcfaq.html

Hier nun die Übersicht der in diesem Artikel präsentierten Wettbewerbe: :

Wettbewerb Ziele Roboter
Robogames Sportlicher Wettbewerb nach dem Vorbild der Olympischen Spiele ferngesteuert und/oder autonom
Robocup Förderung der Forschung und Ausbildung im Bereich der künstlichen Intelligenz Autonom
Französischer Robotik-Cup Spielerischer Wettbewerb für Robotik-Fans Autonom
Best Robotics Einführung in Wissenschaft und Robotik für Schüler und Schülerinnen von 12 bis 18 Jahren ferngesteuert
First Einführung in Wissenschaft und Robotik für Schüler und Schülerinnen von 12 bis 18 Jahren ferngesteuert und/oder autonom
Darpa Grand Challenge Förderung der Entwicklung autonomer Fahrzeuge in realer Umgebung Autonom

Notre playlist compétition robotique sur YoutubeVideos zu den verschiedenen Bewerben stehen auf unserer Youtube-Playlist zur Verfügung: http://www.youtube.com/view_play_list?p=905DEAAEB0C20AED

Die wichtigsten Bewerbe für Roboterbegeisterte

An den in dieser Kategorie vorgestellten Wettbewerben können alle Roboterfans teilnehmen.

Robogames

http://www.robogames.net/

An den in dieser Kategorie vorgestellten Wettbewerben können alle Roboterfans teilnehmen.

Fußball, Sumo, Catchen, den Weg durch ein Labyrinth finden, Feuerlöschübungen, Wettläufe, Kung Fu, Golf, Akrobatik, Elfmeterschießen, Hockey, Hindernislauf, Basketball, Gewichtheben, Marathon … Einige Bewerbe sind besonders gewalttätig, da es dabei darum geht, den gegnerischen Roboter zu zerstören. Hier ist das offizielle Präsentationsvideo zu sehen.

Wie bei den olympischen Spielen werden Gold-, Silber- und Bronzemedaillen verliehen. Die Medaillengewinner 2008 im Überblick.

Tableau des médailles 2008 des RoboGames
source : http://robogames.net/2008.php

Aus deutschsprachigen Ländern waren nur Bewerber und Bewerberinnen aus Österreich vertreten.

Zuschauer sind bei diesen Wettkämpfen erlaubt. Die vollständige Liste der einzelnen Wettkämpfe ist unter folgender Webadresse verfügbar: http://robogames.net/events.php

Robocup

RoboCup ist ein 1993 gegründeter, internationaler Wettbewerb mit dem Fokus, Forschung und künstliche Intelligenz zu fördern. Teams unterschiedlicher Nationalitäten treten mit ihren autonomen Robotern in verschiedenen Bewerben gegeneinander an.

Das erklärte Ziel der Initiatoren der RoboCup ist es, bis zum Jahr 2050 ein ausschließlich aus autonomen Robotern bestehendes Fußballteam zusammenzustellen, das in der Lage ist, das amtierende (menschliche) Fußball-Weltmeisterteam zu besiegen.

Somit wurde Fußball zum wichtigsten Bewerb des Robocup (Näheres dazu unter http://www.robocup.org/overview/22.html). Robocup steht übrigens für „Robot Soccer World Cup“. Fußball ist für einen Roboter aus mehreren Gründen eine schwierige Herausforderung:

  • Die Umgebung ist dynamisch (sie verändert sich mit dem Spielverlauf und den sich verändernden Stellungen der Spieler)
  • Der Roboter muss in Echtzeit reagieren
  • Die Informationen sind nicht zur Gänze zugänglich
  • Die Informationen, die die Sensoren erkennen müssen, sind nicht symbolisch, sondern real
  • Nicht zuletzt gibt es keine zentrale Steuerung, das heißt, die Teilnehmer sind autonom

All das ergibt, dass diese Art von Spiel das genaue Gegenteil beispielsweise eines Schachspiels darstellt und somit die Programmierung eine völlig andere ist.

Dieser Wettbewerb findet jährlich statt. Austragungsländer: 2008 China, 2009 Österreich, 2010 Singapur, 2011 die Türkei und 2012 Mexiko.

Die Ausgangsidee ist, dass der Wettkampf immer derselbe ist (nämlich Fußball), dass aber auch die Robotikplattformen identisch sind, denn in erster Linie soll ja die Programmierung intelligenter Roboter vorangetrieben werden. Vor 2008 war die Standard-Plattform der berühmte Aibot, der Hund von Sony.

Da Sony die Produktion aus wirtschaftlichen Überlegungen eingestellt hat, entschied man sich für den Nao-Roboter des französischen Unternehmens Aldebaran (http://www.aldebaran-robotics.com/) als Standard-Plattform für die Meisterschaft(http://www.tzi.de/4legged/bin/view/Website/WebHome).

Robot NAO à la Robocup
Quelle : http://www.bredobrothers.de/fotos

Nähere Informationen zu den unterschiedlichen Wettkämpfen im Rahmen der RoboCup-Meisterschaft sind auf der offiziellen RoboCup-Website unter folgender Adresse abrufbar: http://www.robocup.org

Dieses Jahr, Rhoban Football Club (Bordeaux, France) gewinnt den RoboCup 2016. Das startup Rhoban System hat den Vierbeiniger Roboterbausatz Metabot entwickelt.

Rhoban Football Club gewinnt den Robocup 2016

Französischer Robotik-Cup

Dieser Wettbewerb, der früher nach seinem Sponsor, der französischen Fernsehsendung „Coupe E=M6“ benannt war, wird heute vom Verein „Planète Sciences“ (Planet der Wissenschaften(http://www.planete-sciences.org) und der französischen Stadt Ferté-Bernard im Departement Sarthe organisiert.

Gemäß den jährlich aufgestellten Regeln treten die Roboter in einem eineinhalb Minuten dauernden Match gegeneinander an. Die Roboter sind gänzlich autonom. Nicht weniger als 200 Mannschaften nehmen daran teil: Robotikclubs, Mittelschulen, Ingenieurschulen, begeisterte Einzelkämpfer …

Ein Nachwuchsteam setzt sich aus maximal 6 Teilnehmern (unter 30 Jahren) und einer Begleitperson, die älter als 30 Jahre ist, zusammen. 2009 war die Themenstellung Turmbau: Gewinner war der Roboter, der den höchsten Turm bauen konnte, indem er die einzelnen Teile einzeln aufeinander türmte.

Die drei ersten Teams nehmen am Eurobot-Finale teil (http://www.eurobot.org), der europäischen Robotikmeisterschaft, bei der 20 Länder um den Titel kämpfen.

Pädagogische Wettbewerbe

Best Robotics

Dieser Wettbewerb für Schüler und Gymnasiasten in den USA wird von einem gemeinnützigen Verein mit Sitz in Texas ausgerichtet. 700 Schulen nehmen daran teil!

Ziel ist es, das Interesse der jungen Menschen für die Ingenieurwissenschaften und insbesondere die Robotik nachhaltig zu wecken. Die teilnehmenden Schulen haben 6 Wochen Zeit, den besten ferngesteuerten Roboter zu entwickeln, bevor sie sich in lokalen, regionalen und schließlich nationalen Bewerben behaupten.

Besonders interessant an diesem Wettbewerb ist, dass die Schüler mit einem Techniker oder Ingenieur eines lokalen Unternehmens zusammenarbeiten. Dadurch entstehen zwischen den Ausbildungsstätten und der lokalen Industrie solide Kontakte.

Das Thema des Wettbewerbs ist jedes Jahr ein anderes. 2008 ging es darum, einen Roboter zu bauen, der in der Lage ist, ein (vereinfachtes, aber immerhin!) Flugzeug zu bauen.

Die offizielle Website von Best Robotics hat folgende Adresse: http://www.bestinc.org

FIRST

FIRST steht für „For Inspiration and Recognition of Science and Technology“, was selbsterklärend für das Ziel dieser 1989 von Dean Kamen gegründeten Organisation ist. Manche Bewerbe sind nicht auf die USA beschränkt. FIRST organisiert mehrere Meisterschaften:

FIRST Robotics Schülerwettbewerb
Dieser Wettbewerb für Schüler von 14 bis 18 Jahren läuft ähnlich wie Best ab. Die Schülerteams erhalten einen einheitlichen Roboter-Bausatz, ein Ziel und Regeln. Innerhalb von 6 Wochen und mit Unterstützung von Ingenieuren aus ihrer Region sollen sie den bestmöglichen Roboter entwickeln. Das größte Problem bei diesem Wettbewerb ist, dass zur Aufstellung eines Teams beträchtliche Summen erforderlich sind (ca. 10.000 $ für die Teilnahme an einem regionalen Wettkampf).

FIRST Tech Challenge für Schüler
Dieser Wettbewerb ist dem zuvor genannten sehr ähnlich, nur dass er sich an ein jüngeres und breiteres Publikum wendet, denn er ist einfacher und weniger kostenintensiv.

FIRST LEGO League für 9- bis 14-Jährige
Wie bereits aus der Benennung ersichtlich, sind die Bewerber hier noch jünger (zwischen 9 und 14 Jahren). Gearbeitet wird ausschließlich mit dem Lego Mindstorms Set.

lego-mindstorms-ev3 generation robots

Diese Meisterschaft ist sehr beliebt und hat auch einen eigenen Internetauftritt: www.firstlegoleague.org.

Der Bewerb setzt sich aus einem Projektteil und einem Spielteil zusammen. Im Projektteil muss seine Problemstellung erfasst und eine Lösung gefunden und unterbreitet werden. Diese drei Schritte gilt es in einer maximal 5-minütigen Präsentation vorzustellen.

Der Spielteil läuft ähnlich wie die anderen Wettbewerbe ab. Es gilt, mithilfe des autonomen Lego-Roboters eine kleine „Mission“ zu erfüllen.

In Frankreich wird die First Lego League vom Verein Planète Sciences(http://www.planete-sciences.org) abgehalten. Der Veranstalter der First Lego League in Deutschland ist HANDS on TECHNOLOGY .

Junior FIRST LEGO League für 6- bis 9-Jährige
Dieser Wettbewerb für die Jüngsten ist auch der einfachste.

FIRST Place ab 6 Jahren bis ins Erwachsenenalter
Hierbei handelt es sich nicht um einen Wettbewerb im eigentlichen Sinn, sondern es wird vielmehr Gruppen oder Privatpersonen die Möglichkeit geboten, sich mit der Robotik vertraut zu machen. Mehr dazu auf der offiziellen First-Website: http://www.usfirst.org

Bewerbe für die Industrie und universitäre Forschungseinrichtungen

DARPA Grand Challenge

Ziel des von der Technologieabteilung DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) des US-Verteidigungsministerium gesponserten Wettbewerbs ist die Entwicklung vollkommen autonom fahrender Fahrzeuge. Bei den ersten beiden Grand Challenges 2004 und 2005 mussten die Fahrzeuge autonom eine vorgegebene Strecke von über zweihundert Kilometern in der Mojave-Wüste fahren. Bei der ersten kam kein einziges Fahrzeug ans Ziel, bei der zweiten 5 (Sieger des Rennens war das Fahrzeug der Universität Stanford).

Die dritte Grand Challenge fand 2007 statt. Da sie im Gegensatz zu den beiden vorhergehenden durch bebautes Gebiet führte, wurde sie Urban Challenge genannt. Die Route musste unter Berücksichtungen der städtischen Gegebenheiten bewältigt werden (Einhaltung der Verkehrsregeln, unvorhergesehen auftauchende Hindernisse und andere Fahrzeuge, Erkennen der Route, Orientierung usw.). Das Rennen fand auf dem Gelände eines verlassenen Air-Force-Stützpunktes statt, wo die unbemannten Roboter sich im Straßenverkehr mit bemannten Fahrzeugen behaupten mussten.

Gewonnen hat das Team der Universität Carnegie Mellon. Derzeit sind keine weiteren Rennen vorgesehen. Mit der Ausschreibung des Preises will die DARPA die Forschung im Bereich der Entwicklung autonomer Fahrzeuge, insbesondere im militärischen Bereich, vorantreiben. Mehr dazu unter : http://www.darpa.mil/grandchallenge/index.asp


 

 

Generation Robots (http://www.generationrobots.de)

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