The Poppy robot for the KERAAL project

Fallstudie: der Roboter Poppy für das Projekt KERAAL

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Eine neue Zukunft für den Poppy dank KERAAL

Der Roboter Poppy Humanoid, eine Technologieplattform aus dem 3D-Drucker, richtet sich heute hauptsächlich an die Forschung und Lehre. Einige Besitzer des Roboters verwenden diesen in anderen Bereichen, speziell in der Kunst, doch diese Art von Einsatz ist heute noch eher selten.

Kaufen Sie den Roboter Poppy auf der Génération Robots Website die Plattform Poppy für die Wissenschaft
die Plattform Poppy für die Kunst die Plattform Poppy für die Bildung

Der Poppy unternimmt heute einen Vorstoß im Bereich der Krankenhäuser und strebt damit eine zunehmende Diversifizierung an. Tatsächlich könnte er in einigen Jahren im Krankenhaus als Assistent und Trainer Seite an Seite mit Physiotherapeuten arbeiten, speziell bei der Rehabilitation von Rückenproblemen.

Aktuelle Lage in Krankenhäusern

Heute müssen Physiotherapeuten in Krankenhäusern zahlreiche Patienten betreuen, und Menschen mit Rückenbeschwerden machen einen Großteil dieser Patienten aus. Auf der anderen Seite sind Krankengymnasten in Krankenhäusern immer spärlicher gesät. Deshalb werden manchmal mehrere Patienten gleichzeitig behandelt oder gar mit ihren Rehabilitationsübungen alleine gelassen.

Um hier Abhilfe zu schaffen, wird in einigen Jahren der neue Assistent Poppy bereit stehen. Tatsächlich können die Sitzungen an Effizienz verlieren, wenn die Patienten kein Feedback zu den durchgeführten Übungen erhalten, da sie nicht wissen, ob sie die Bewegungen korrekt ausführen.

Der Roboter Poppy entspricht diesem Bedarf, indem er die Rolle eines Assistenten für Physiotherapeuten übernimmt und vor allem bei Trainingssitzungen als Coach fungiert.

Nicht zum ersten Mal verbessern Roboteranwendungen die Effizienz der Krankenpflege. Es gibt bereits zahlreiche Technologien im medizinischen Bereich, darunter die robotergestützte Chirurgie (z.B. das Da Vinci-Operationssystem) Im Rehab-Bereich kreisen die angebotenen Technologien primär um die Patientenhilfe beim Ausführen von Übungen.

Armeo Therapy Concept

Doch oft sind diese Roboter sehr teuer, deshalb verzichten die meisten Physiotherapeuten auf diese Technologien. Auf alle Fälle gibt es noch keinen humanoiden Roboter, der Krankengymnasten unterstützt.von Addiverse

Das Projekt KERAAL

Ein europäisches Projekt (FP-7 ECHORD++), das diesem Bedarf in der Rehabilitation von Patienten mit Rückenbeschwerden entspricht, ist das Projekt KERAAL. Es basiert auf dem Roboter Poppy Humanoid, der die Rolle eines Assistenzroboters für die Patientenbetreuung übernimmt.

Logo ECHORD++

Dieses Projekt wurde von dem Siebten Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung, via Übereinstimmung der Subvention Nr 601116, finanziert. Es ist Teil des ECHORD++ (European Coordination Hub for Open Robotics Development) Projektes.

Der Roboter wird in der Lage sein, die gefragten Bewegungen für jede Übung vorzuführen, die Patienten zu beobachten und ihnen zu sagen, ob die jeweilige Bewegung richtig ausgeführt wurde oder nicht.

Die Therapiesitzungen werden unter Anleitung eines freundlichen, aufmunternden Roboters durchgeführt. Kurz, ein echter Coach!

Poppy, ein echter Physiotherapeut!

Das Projekt wird von einem spartenübergreifenden Team getragen, bestehend aus Ingenieuren des Entwicklungsbüros für professionelle Servicerobotik von Génération Robots, Dozierenden und Forschern (von Télécom Bretagne) sowie medizinischen Fachleuten (Universitätskrankenhaus Brest). Aufgrund seiner Vielseitigkeit wird dieses Teams präzise Antworten auf die spezifischen Anforderungen des Projekts KERAAL liefern können.

#1 Vorführung von Bewegungen

Der Roboter Poppy wird den Patienten im Vorfeld aufgenommene Bewegungsabläufe vorzeigen können, ganz wie ein Sporttrainer oder ein echter Physiotherapeut. Die Vorführung der Übungen beschränkt sich nicht auf eine einfache visuelle Demonstration. Der Roboter Poppy wird ein besonderes Augenmerk auf die wichtigsten Aspekte jeder Übung legen können.

Poppy, ein echter Physiotherapeut!

#2 Patientenbeobachtung

Ganz wie ein Physiotherapeut wird der Poppy mithilfe der eingebauten Kamera die Patienten dabei beobachten, wie sie die Übungen ausführen. Außerdem helfen Kinect-Kameras dabei, die ausgeführten Bewegungen optimal zu analysieren. Der Poppy ist nicht nur zum Vorführen da!

#3 Patientenfeedback

Nach Analyse der Bewegungen wird der Roboter den Patienten seine Eindrücke vermitteln. So kann er ihnen beispielsweise sagen, ob sie die Bewegungen richtig machen oder nicht, und sie dadurch korrigieren. Dieser Aspekt macht den Unterschied zwischen einem einfachen Video, bei dem verschiedene Übungen gezeigt werden, und einem Robotertrainer!

#4 Wohlwollende Kommunikation

Ein weiterer Programmschwerpunkt betrifft die Benutzerfreundlichkeit und Kommunikationsfähigkeit des Roboters. Es ist schließlich wesentlich angenehmer, mit einem freundlichen Coach zu arbeiten als mit einem monotonen Roboter! Die Interaktion zwischen dem Roboter Poppy und den Physiotherapeuten oder den Patienten wird gezielt einfach, angenehm und effizient gestaltet. Gleichzeitig soll eine Vertrauensbeziehung zwischen Benutzern und Roboter aufgebaut werden.

Schlussbemerkung

Der Poppy wird in der Lage sein, mit den Patienten in Kontakt zu treten und eine Rehab-Sitzung durchzuführen. Vor allem aber wird er die Patienten beobachten können, um ihnen zu sagen, ob sie ihre Übungen richtig machen – und das ist keine Kleinigkeit!

Diese neue Technologie wird letztendlich einen echten Mehrwert im Krankenhaus darstellen, damit die Patienten nicht sich selbst überlassen werden. Das Projekt KERAAL zielt nicht darauf ab, Physiotherapeuten oder Pflegepersonal zu ersetzen.

Der Roboter ist und bleibt ein medizinischer Assistent, der vielleicht sogar zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen kann!

Und das ist noch nicht alles!

Diese Lösung entspricht einer Anforderung im medizinischen Bereich. Mühelos kann man sich zahlreiche andere Anwendungen ausmalen: im Sport, in der Kunst… Ganz allgemein wird diese Anwendung die Möglichkeit schaffen, Bewegungen und Choreographien des Roboters zu entwickeln und gleichzeitig die Mensch-Technik-Interaktivität zu berücksichtigen.